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Es gibt einige Grundtechnologien (die Art, durch die der eigentliche Entsaftungsprozess
geschieht), durch die Entsafter in Kategorien eingeteilt werden. Jede Technologie hat
ihre Vor- und Nachteile. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch die Qualität des
gewonnenen Saftes, die Geschwindigkeit der Herstellung und welches Obst bzw.
Gemüse unter der Nutzung verschiedener technologischer Abläufe für einen guten Ertrag
bestens geeignet ist. Derzeit sind die folgenden Presstechnologien auf dem Markt:
1) Zentrifugen
2) Mastizierende Entsafter
3) Kaltentsafter
A) Entsafter mit einer Welle (single gear oder auger)
B) Entsafter mit zwei Wellen - Pressen (twin gear)
1) ZENTRIFUGENENTSAFTER
Zentrifugale Entsafter funktionieren durch die Nutzung eines flachen Schneideblattes
am Boden eines schnell rotierenden Siebes. Geschnittene Früchte und Gemüse
werden seitlich des Siebes ausgeworfen. Dank der Zentrifugalkraft wird dann der Saft
der geschnittenen Stücke durch winzige Löcher im Sieb passiert. Es gibt 2 Modelle
von bestehenden Zentrifugen – die geschlossene Zentrifuge, die immer geleert
und gereinigt werden muss, nachdem sie sich mit Fruchtfleisch füllt und die offene
Zentrifuge (Fruchtfleisch-Auswurf) mit einer konstanten zentrifugalen Vorrichtung,
wodurch das Fruchtfleisch in einem Sammelbehälter ausgeworfen wird. Weiters
werden Zentrifugenentsafter gemäß ihrer Größe der Zufuhrvorrichtung klassifiziert
- für einen ganzen Apfel (7,5 – 8cm) oder mit einer kleineren Zufuhrvorrichtung
(z.B. Halbkreis oder andere Form). Einen größeren Zufuhrschacht zu haben ist nicht
immer von Vorteil. Die Größe des Schachtes sollte proportional zu der Stärke des
Motors sein. Unglücklicherweise gibt es viele Hersteller, die sich dieser Tatsache
nicht bewusst sind. Die Vergrößerung der Einfüllöffnung kann die Lebensdauer des
Motors beträchtlich verkürzen oder sogar ein „Durchbrennen“ verursachen.
Die Nachteile von Zentrifugenentsafter
Die Siebe sind groß und schwer zu reinigen
Die rotierenden Blätter müssen gereinigt werden; dies kann gefährlich sein.
Der Zentrifugenprozess und die hohen Umdrehungen verursachen eine große
Luftmenge, die den Saft oxidieren lässt, welcher sich dann wiederum schnell
braun färbt und seinen Ernährungswert verliert.
Blattgemüse, Weizenkeime, Weizengras, Kräuter und Kleingemüse bzw. –obst
können nicht richtig gepresst werden mit dieser Methode.
Die meisten Zentrifugenentsafter sind sehr laut und oft beschränkt auf ein
paar Minuten der Inbetriebnahme.
Fruchtfleisch sammelt sich im Sieb und die Effizienz sinkt dadurch stark,
wenn der Entsafter für längere Zeit benutzt wird (das Sieb sollte einmal alle
2 Monate in einer Desinfektionslösung eingeweicht werden).